Allgemein
Ausflug, Ausflug, endlich wieder Ausflug!
Wann? Samstag 13. Mai (Das ist nächste Woche)
Wohin? Königsberg in Bayern
Zeitplan? Treffpunkt ehemaliger Debo-Parkplatz 7.15 Uhr, Abfahrt 7.30 Uhr, unterwegs Pause ca. 30 Min., Brezelfrühstück, Stadtführungen ca. 11-12 Uhr, anschließend Mittagspause + Freizeit, entweder individuell oder Reservierung in Gasthof oder Café, näheres im Bus.
Bei der Rückfahrt Einkehr in einem Besen, voraussichtliche Rückkehr ca. 21.Uhr.
Bitte pünktlich erscheinen! Nur wer sich angemeldet hat, kann mitfahren.
Quelle: Stadtanzeiger Hirschhorn
Datum: 05.05.2023
Vorankündigung – ‚Der andere Blick auf die Geschichte Hirschhorns‘ – Ausstellung im Mitteltorturm am 30.April/01. Mai 2023 – Bericht im Stadtanzeiger
Der Mitteltorturm erzählt seine Geschichte in Objekten, Bildern, Alltagsgegenständen sowie alten Dokumenten sowohl im Innenraum als auch außen.
Lassen Sie sich ein, auf eine besondere Begegnung.
Am Sonntag, den 30.04.2023 wird diese Ausstellung eröffnet und bleibt auch am 01. Mai geöffnet.
Wir freuen uns schon darauf, möglichst viele interessierte Besucher und Besucherinnen begrüßen zu dürfen.
Die offizielle Eröffnung mit kurzer Einführung in die Ausstellung und einem Kurzvortrag zur Geschichte des Turmes ist am Sonntag, den 30.04.2023 um 12.30 Uhr.
Die Freunde der Hirschhorner Altstadt freuen sich auf Ihren Besuch.
Wir möchten auch darauf hinweisen, dass am gleichen Tage das Maibaumfest der Freiwilligen Feuerwehr auf dem Marktplatz stattfindet. Dort werden Sie mit Speis- und Trank versorgt. Verbringen Sie so einen abwechslungsreichen Tag im Herzen der Altstadt.
Öffnungszeiten:
Sonntag 30.04.2023: 12.30 Uhr bis 17 Uhr mit Turmführungen
Montag: 01. Mai: 11 Uhr bis 17 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Sicherheitshinweise: Aufgrund brandschutzrechtlicher Vorschriften ist der gleichzeitige Besuch im Turm auf 25 Personen begrenzt. Weiterhin ist zu beachten, dass für mobilitätseingeschränkte Personen der Zugang nicht geeignet ist.
Anderer Blick auf die Geschichte Hirschhorns – Bericht in der RNZ vom 25.04.2023
Mitteltortum „erzählt“ seine Geschichte – Maibaumfest der Freiwilligen Feuerwehr
Hirschhorn. (coe) Mit einer Ausstellung im Mitteltorturmmöchten die Freunde der Hirschhorner Altstadt e.V. einen „anderen Blick auf die Geschichte Hirschhorns“ werfen. Der Mitteltorturm erzählt sowohl im Innenraum als auch außen seine Geschichte in Objekten, Bildern, Alltagsgegenständen, sowie alten Dokumenten. Diese „besondere Begegnung“ ermöglicht der Verein am Sonntag 30. April von 12.30 Uhr bis 17 Uhr und Montag 1. Mai, von 11 bis 17 Uhr bei freiem Eintritt. Der Verein bittet um Verständnis für eventuelle Wartezeiten, da der Mitteltorturm aufgrund der brandschutzrechtlichen Vorschriften nur maximal von 25 Personen gleichzeitig betreten werden darf. Für mobilitätseingeschränkte Personen ist der Zugang nicht geeignet.
Zur offiziellen Eröffnung am Samstag um 12.30 Uhr wird es eine kurze Einführung in die Ausstellung und einen Kurzvortrag zu Geschichte des Turms geben.
Die Freunde der Hirschhorner Altstadt weisen zudem auf das Maibaumfest der der Freiwilligen Feuerwehr Hirschhorn am Sonntag 30. April auf dem Marktplatz hin, bei dem man sich bei Speis und Trank stärken kann. Die Freiwillige Feuerwehr Hirschhorn, wird im Rahmen der 1250 Jahr Feier Hirschhorns die alte Tradition des Maibaumstellens wieder aufleben lassen.
Die Mannschaft startet um 14 Uhr am Rathaus und trägt von dort den geschmückten Maibaum – bei musikalischer Begleitung – zum Marktplatz. Dort stellt sie ihn am seinem Platz am Brunnen auf. Anschließend sind alle eingeladen, das Maibaumfest bei Kaffee und Kuchen, leckeren Speisen vom Grill und dem ein oder anderen Getränk gemeinsam zu feiern.
Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung,
Region Eberbach
Datum: 25.04.2023
Redakteurin: coe
Bericht Winterfeier 2022/2023 im Gasthaus Hirsch
Endlich war es mal wieder soweit! Nach der Pandemie und der damit verbundenen ‚Auszeit‘ konnten die Altstadtfreunde wieder die mittlerweile traditionelle Winterfeier durchführen. Turnusgemäß war dieses Mal das Restaurant ‚Zum Hirsch‘ an der Reihe. War der Vorstand bei der Planung noch unsicher, ob nach dieser ‚feierfreien‘ Zeit dieses Format noch angenommen wird, war es bereits nach wenigen Tagen nach der Anmeldefrist klar: Der Hirsch ist ausgebucht!
Bei seiner Begrüßung betonte der Vorsitzende Reiner Lange noch einmal die Bedeutung der Gaststätten als wesentlicher Bestandteil zur Belebung der Stadt. Und neben der Freude, dass überhaupt ein geselliges Beisammensein in solch einem Rahmen wieder möglich ist, kam auch noch hinzu, dass der Hirsch wieder einen neuen Eigentümer und ein neues Betreiber -Ehepaar gefunden hat. Umso positiver war es zu werten, dass auch die ehemaligen Eigentümer und langjährige Vereinsmitglieder Andrea und Harald Vogel als Gäste begrüßt werden konnten. In seiner kurzen Ansprache wies der Vorsitzende auch auf die bevorstehende 1250 Jahr-Feier der Stadt Hirschhorn im Jahr 2023 hin. Unter der Schirmherrschaft der Stadt tagt der Festausschuss schon seit einigen Monaten fleißig und auch der Altstadtverein wird sich mit entsprechenden Aktionen und Veranstaltungen daran beteiligen. Jürgen Münz gab zusätzlich bekannt, dass am 13. Mai der bereits vor 40 Jahren zu ersten Mal durchgeführte Vereinsausflug ebenfalls wieder in Planung ist. Ziel wird die schöne mittelalterliche geprägte Stadt Königsberg in Bayern sein. Zu gegebener Zeit werden im Stadtanzeiger weitergehende Informationen und die Regularien zur Anmeldung veröffentlicht. Nach diesen Vereinsinformationen wurden die Gäste bei einem 3-Gänge-Menü kulinarisch verwöhnt. Vieles gab es zu besprechen und Brigitte Heckmann hatte auch wieder eine klein Geschichte zur Unterhaltung parat. Nach einigen gemütlichen Stunden in Hirschhorns ältester Gastwirtschaft ging ein schöner Abend zu Ende. An dieser Stelle noch einmal recht herzlichen Dank an die Ehepaare Walther und Göttmann mit Team für die tolle Bewirtung und den schönen Abend. Jürgen Münz sei für die Planung und Vorbereitung ebenfalls noch herzlich gedankt. Wir freuen uns schon auf das nächste Mal. So wünscht der gesamte Vorstand allen Mitgliederinnen und Mitgliedern ein schönes Festjahr 2023.
Bericht Mitgliederversammlung 2022
Am Mittwoch, den 20.07. fanden sich die Mitgliederinnen und Mitglieder der ‚Freunde der Hirschhorner Altstadt e.V.‘zur diesjährigen Jahreshauptversammlung im Gasthaus ‚Goldene Pfanne‘ ein. Nach der offiziellen Begrüßung gedachte man zunächst gemeinsam der verstorbenen Mitglieder.
In seinem Rechenschaftsbericht gab der Vorsitzende Reiner Lange noch einmal einen Überblick über die letzten zweieinhalb Jahre. Kam doch durch die Pandemie faktisch das Vereinsleben seit 2020 nahezu zum Erliegen.
Das letzte größere Ereignis fand demnach auch kurz vor der Pandemie im September 2019 statt. Zum Tag des Denkmals wurde damals mit einem Festakt die Restaurierung des Wedekind-Gedenksteins gedacht und der Öffentlichkeit übergeben. Die Restaurierung war schon lange ein Wunsch von Dr. Spiegelberg, der sich somit posthum erfüllen sollte.
Im Jahre 2019 erschien auch der bis heute letzte Kalender mit ‚Hirschhorner Ansichten‘. Das Bildmaterial stellte das Mitglied Herr Rainer Mathes aus seiner Sammlung dankenswerter Weise zur Verfügung.
Ach die letzte Winterfeier vor der Pandemie im Dezember 2019 im Kartoffelhaus wurde noch einmal erwähnt, in der Hoffnung, dass die Gemeinschaftspflege in Zukunft wieder genauso gestaltet werden kann.
Für die künftigen Ausflüge stellt sich die Frage, ob hier ein etwas modifiziertes Konzept entwickelt werden soll, um den veränderten Rahmenbedingungen gerecht werden zu können.
Die finanzielle Lage des Vereins ist weiterhin solide und ermöglicht auch künftig die Realisierung weiterer Projekte. Nach dem Bericht der Kassenprüfer und der Entlastung des bisherigen Vorstandes, standen dann Neuwahlen an.
Als 1. Vorsitzender wurde Reiner Lange im Amt bestätigt. Jürgen Münz als 2. Vorsitzender ebenfalls. Das Amt des Kassenwartes übernimmt Elmar Hoffmann. Schriftführerin bleibt Brigitte Heckmann. Als Beisitzer bzw. erweiterten Vorstand wurden weiterhin gewählt: Ludwig Schmeisser, Dieter Kluve, Rudolf Eder, Kerstin Schiebel-Fäth und Andreas Reinfrank. Die Kasse wird in den nächsten zwei Jahren von Andrea Mayer-Mendez und Dr. Wolfgang Schuler geprüft.
Dem neuen Vorstand kommt nun die Aufgabe zu, entsprechend der weiteren Pandemieentwicklung wieder entsprechende Vorhaben und Projekt zu planen und mit Unterstützung der Mitgliederinnen und Mitglieder umzusetzen.
Nach dem offiziellen Teil, ging mal zum gemütlichen Beisammensein über. Vielen Dank an dieser Stelle an Team der Goldenen Pfanne für die Bewirtung an diesem Tage.
2020 machen Altstadtfreunde mit Kalender eine Atempause – Bericht in der RNZ
Jahresausblick bei Hauptversammlung mit Erfolge-18/19-Liste
Hirschhorn. (ewa) Ein Höhepunkt der Aktivitäten des Jahres 2018 des Vereins „Freunde der Hirschhorner Altstadt“ war mit Sicherheit die Einladung der Ferienkinder zu einem „Sommeratelier“ im Mitteltorturm. Altstadtfreund und Kunstexperte Ludwig Schmeisser hatte
die Regie übernommen, und deshalb war der Ansturm zu künstlerischem Schaffen schon vorprogrammiert. Der historische Rahmen im Turm tat ein Übriges zum Erfolg, nicht minder die Geldspritze einer Bank fürs Anschaffen von Malutensilien wie Staffeleien. Das betonte der Vorsitzende des Altstadtvereins Hirschhorn Rainer Lange bei der jüngst abgehalten. Im Rahmen der Reihe „Hirschhorner Ansichten als Kalender“ wurden 250 Exemplare verkauft. Da die Bildauswahl jedes Jahr Vereine neue Herausforderung darstelle, gönnen sich die Altstadtfreunde
2020 eine Atempause. In Ruhe soll geeignetes Bildmaterial gesichtet werden. Vorsitzender Lange bedauerte, dass die durch die Geoparkverwaltung bereits genehmigte Gestaltung zweier Tafeln
für die Ersheimer Kapelle und die Ziegelhütte nicht abgeschlossen werden konnte. Der Termin musste wegen des Todes von Dr. Ulrich Spiegelberg verschoben werden. Am „Tag des Denkmals“ bot der Verein eine Burgführung an. Sechzig Personen gönnten sich bei schönem Wetter dieses Vergnügen, das zu einem festen Termin im Veranstaltungskalender wer den soll. Unter dem Motto „Das Kreuz in Theologie und Kunst“ gestalteten Ludwig Schmeisser und der theologische Rat Pfarrer Udo Mayer in Zusammenarbeit mit der katholischen Pfarrgemeinde im September 2018 einen Gottesdienst. In diesem Jahr wurde im September der Gedenkstein für den von eigenen Leuten 1849 auf dem Schlossgelände irrtümlich erschossenen Kompanieführer
der gescheiterten badischen Revolution, Leutnant Ludwig Wedekind, nach umfassenden Renovierungsarbeiten durch den Altstadtverein wieder eingeweiht. Der Gemeinschaftsausflug, geplant von Jürgen Münz, führte nach Gelnhausen und erfreute sich besten Zuspruchs. Die Winterfeier zum Jahresabschluss traditionell bei einem gastronomischen Mitglied des Vereins abgehalten, 2018 im Restaurant „Poseidon“ – soll in diesem Jahr am 23. November im „Kartoffelhaus“ stattfinden. Die Zahl der Mitglieder ist auf 104 gestiegen. Das sei sehr erfreulich, stellte Vorsitzender Rainer Lange fest. Er dankte zudem Dieter Kluve. Dieser hat die Verpflichtung übernommen, jedem Mitglied über 65 Jahre zu halben oder runden Jubiläen herzlich zu gratulieren. Die Altstadtfreunde möchten sich auch 2020 wieder am Tag des Denkmals Mitte September beteiligen. Sie wollen sich deshalb wieder an der Vorbereitungsveranstaltung im Februar in Wiesbaden beteiligen und danach entscheiden in welchem Umfang sie vor Ort aktiv werden.
Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung,
Region Eberbach
Datum: 12.11.2019
Redakteurin: ewa
Teilnahme am Kultursommer Südhessen am 21. und 22. September 2019
In diesem Jahr beteiligen sich die Freunde der Hirschhorner Altstadt am Kultursommer Südhessen. Besonders freut es uns, dass wir mit Christoph Garstka ein künstlerisches ‚Multitalent‘ für das dieses Event gewinnen konnten.
Tauchen Sie ein, in ein imaginäres Atelier eines besonderen Künstlers.
L’atelier imaginaire
Christoph Garstka
Fotorealistische Bleistiftzeichnungen und DigitalArt
Buchvorstellung: „DIE STADT AM FLUSS“
Zur Ausstellung:
Christoph Garstka zeigt fotorealistische Bleistiftzeichnungen und DigitalArt. Im Mittelpunkt der Arbeiten steht die Darstellung einer imaginären Frauenfigur. Es soll der Eindruck entstehen, es gäbe diese Frau tatsächlich, und es handele sich um Fotos. In Wahrheit ist die Figur jedoch gezeichnet und frei erfunden. Seit 2017 entstehen zudem am Computer bearbeitete Montagen aus den Zeichnungen in Verbindung mit echten Fotos, so dass fiktive Fotos entstehe, die quasi den umgekehrten Weg von der Zeichnung zurück zum Foto gehen.
Buchvorstellung: Vorstellung des Romans „Die Stadt am Fluss“, der einen unmittelbaren Bezug zum Neckartal und zur Region hat.
Livemusik: Die eigenen Kompositionen sind zusammen mit den Zeichnungen und dem Roman entstanden.
Zur Person: Christoph Garstka wurde 1968 in Hamburg geboren, wuchs jedoch in Neckargerach auf und machte in Eberbach sein Abitur. Später studierte er in Darmstadt an der TH (später TU) zunächst Vermessungswesen, und zog Ende der 90er Jahre nach Münster (Westfalen), wo er über 20 Jahre wohnte, schrieb und zeichnete. Seinen ersten Roman veröffentlichte er 2013. Im Sommer 2018 kehrte er aus persönlichen Gründen nach Neckargerach zurück und arbeitet aktuell an seinem zweiten Roman mit dem Titel „Westerfeld“.
Wann: 21. – 22.September 2019
Uhrzeit: 11 – 17 Uhr
Wo: Mitteltorturm am Marktplatz
Vernissage: Samstag, den 21.09.2019, 11:00 Uhr Ausstellung, Lesung, Musik
Der Eintritt ist frei.
Wir würden uns freuen, möglichst viele interessierte Besucherinnen und Besucher begrüßen zu dürfen.
Ältestes Revolutions-Denkmal wieder wie neu – Bericht in der RNZ
Gedenkstein für den 1849 gefallenen Leutnant Wedekind auf Schloss Hirschhorn ist restauriert – Prominente Gäste zur Feierstunde
Hirschhorn. „Gefallen auf Schloss Hirschhorn am 14. Juni 1849“ ist auf dem Gedenkstein zu lesen, den die Gefährten von Leutnant Ludwig Wedekind 20 Jahre nach dessen tragischem Tod errichten ließen. Wedekind, 1821 in Nauheim geboren und Mitglied der Turnerwehr in Hanau, kam während der Badischen Revolution mit seiner Kompanie nach Hirschhorn, um die Neckar-Odenwald-Linie gegen die anrückenden Preußen und die Bundestruppen von Beerfelden zu
verteidigen. Die Revolution von damals ist bekanntlich gescheitert, ‚Wedekind wurde versehentlich von den eigenen Leuten erschossen. Vermutlich, weil er einem Turmposten das Passwort nicht schnell genug nannte. Der über all die Jahre unleserlich gewordene und nun frisch restaurierte Gedenkstein im Schlossgarten gilt (abgesehen vom Hambacher Schloss) als ältestes
Denkmal der Badischen Revolution. Bei der Feierstunde, die am „Tag des offenen Denkmals“ witterungsbedingt im Saale stattfand, war deshalb auch Dr. Michael Meister, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, zu Gast. „Ich bin dankbar dafür, dass sich so viele Menschen mit der Heimatgeschichte befassen und auf diese Weise Dinge für die Nachwelt erhalten“, sagte er. Damit meinte er die „Freunde der Hirschhorner Altstadt“ unter Vorsitz von Reiner Lange und den „Freundeskreis Langbein’sche Sammlung und Heimat-museum“ mit Aloisia Sauer an der Spitze. An Lange überreichte er im Namen der hessischen Landesregierung einen 500-Euro-Scheck für die zukünftige Arbeit. Laut Meister hat sich in Hirschhorn das letzte Kapitel der Badischen Revolution abgespielt, deren Ziele später zum Kern des demokratischen Verfassungsstaats geworden seien. Angefangen beim Grundrechtekatalog, der 1849 in der Frankfurter Paulskirche entstand, über die Weimarer Verfassung von 1919 bis zum 1949 erarbeiteten Grundgesetz. Die Demokratie definierte der Staatssekretär als „wertgebunden und wehrhaft“, gab aber auch zu bedenken: „Wir leben in einer angespannten Zeit und nichts ist auf Dauer gesichert. “
Ähnlich äußerte sich Bürgermeister Oliver Berthold. Für ihn ist der Wedekind-Gedenkstein „ein Mahnmal der Geschichte“, das nun wieder ins rechte Licht gerückt wurde. Seinen Worten nach muss es den meisten Menschen Mitte des 19.Jahrhunderts schlimmer gegangen sein als im Mittelalter, weil sie oft in großer Armut lebten und ihren Arbeitgebern schutzlos ausgeliefert waren. Ein Nährboden für revolutionäre Gedanken und Taten!
Mit Rüdiger Arlt und dessen Bruder Dietrich waren bei der Feierstunde der Präsident der „Hanauer Turner“ und deren Archivar vertreten. Die „Turngemeinde“ gibt es schon seit 1837, und die Turner müssen nach Schilderung ihres heutigen Präsidenten in den Gründungsjahren
echte „Revoluzzer“ gewesen sein. Ludwig Wedekind soll mit Karl Marx in Kontakt gewesen und von diesem „zu radikal“ eingestuft worden sein. Zum Abschluss einer Ausführungen bedankte sich Rüdiger Arlt für das geschichtliche Interesse der Hirschhorner Vereine, die die
Verbindung nach Hanau halten. Thomas Platte, Direktor des Betriebs Bau und Immobilien Hessen nannte die Summen, die gerade in das Schloss Hirschhorn investiert werden: je eine Million Euro für die Renovierung außen und innen und etwa der gleiche Betrag, um die Zufahrtsstraße zu erneuern. „Jetzt finde ich den Stein“, verriet der stellvertretende Landrat Volker Buser in seinem Grußwort und war ansonsten froh, dass über die Geschichte schon alles gesagt
war. Mit einem Segensgebet von Pfarrer Joshy und seinem Amtskollegen Reinhold Hoffmann aus Rothenberg wäre die Feierstunde zu Ende gegangen, hätte das Publikum nicht noch gemeinsam die „Ode an die Freude“ angestimmt, an der Gitarre begleitet von Richard Köhler. Er hatte um 11 Uhr auch die kostenlose Burgführung übernommen, zu der immerhin an die 30 Gäste kamen. Gut besucht waren am Nachmittag auch die beiden Vorträge zur Badischen Revolution mit Archivar Dr. Rüdiger Lenz.
Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung,
Region Eberbach
Datum: 11.09.2019
Redakteurin: Karin Katzenberger-Ruf
Kampf für Freiheit und Demokratie – Erinnerung an das Revolutionsjahr 1849 – Bericht im Eberbach-Channel
(hr) Am heutigen “Tag des offenen Denkmals” wurde auf Schloss Hirschhorn ein restaurierter Gedenkstein der Öffentlichkeit übergeben, der an ein Gefecht im Revolutionsjahr 1849 erinnert.
Der Gedenkstein stammt aus dem Jahr 1869 und wurde damals im Gedenken an das letzte Gefecht zwischen Bundestruppen und der Hanauer Turnerwehr während der Badischen Revolution 1848/1849 und speziell an den damals irrtümlich aus den eigenen Reihen erschossenen Leutnant Ludwig Wedekind aufgestellt. Die Hanauer Turner waren dem Hilferuf der Revolutionäre gefolgt und besetzten Hirschhorn, das an der Verteidigungslinie gegen Preußen und Bundestruppen einen strategisch wichtigen Punkt (Neckarübergang) darstellte, am 13. Juni 1849 mit 142 Mann. Am 14. Juni kam es zu dem Zwischenfall, bei dem Ludwig Wedekind von einem eigenen Wachposten versehentlich erschossen wurde. Am 15. Juni wurden die Turner auf Schloss Hirschhorn von den rund 2.000 Mann starken hessisch-bayerischen Bundestruppen angegriffen. Der Angriff scheiterte jedoch, und nach dem Rückzug der Hessen und Bayern verließen die Hanauer Turner, die keine weiteren Opfer zu beklagen hatten, am 16. Juni Hirschhorn und zogen nach Eberbach.
Die Restaurierung des Steins war eine Gemeinschaftsleistung Hirschhorns mit dem Land Hessen und mit Unterstützung der Sparkassenstiftung. Sie war noch durch den im August 2018 verstorbenen Hirschhorner Hobby-Historiker Dr. Ulrich Spiegelberg angestoßen worden.
Bürgermeister Oliver Berthold spannte in seiner Begrüßung (Bild Mitte) einen Bogen vom Einsatz der damaligen Revolutionärer für Demokratie und Freiheit zu den heutigen populistischen Strömungen in Politik und Gesellschaft, deren nach einfachen Lösungen klingenden Parolen und Phrasen immer wieder hinterfragt werden müssten.
Der Parlamentarische Staatssekretär und Bundestagsabgeordnete Dr. Michael Meister überreichte eine Geldgabe des Landes Hessen in Höhe von 500 Euro an den Vorsitzenden des Vereins “Freunde der Hirschhorner Altstadt”, Reiner Lange (Bild oben rechts). Meister betonte, dass der damalige Kampf für Freiheit und Demokratie ein wichtiger Markstein auf dem Weg Deutschlands zur heutigen demokratischen Nation gewesen sei, und dass die von der Nationalversammlung damals ausgearbeitete Verfassung den späteren Verfassungen von 1919 und 1949 als fortschrittliches Vorbild gedient habe.
Grußworte hielten unter anderem auch Dr. Rüdiger Arlt, heutiger Präsident der Hanauer Turner, und Thomas Platte, Direktor des hessischen Landesbetriebs Bau und Immobilien, der aktuell rund 3 Millionen Euro in die Sanierung des Hirschhorner Schlosses investiere.
Im Anschluss an den kirchlichen Segen wurde gemeinsam die Europahymne (Beethovens “Ode an die Freude”) gesungen, begleitet von Richard Köhler an der Gitarre (Bild rechts unten).
Eingeladen zu der Feier, die aufgrund des regnerischen Wetters im Seminarraum unter der Schlossterrasse stattfand, hatten die Stadt Hirschhorn, die “Freunde der Hirschhorner Altstadt” und der “Freundeskreis Langbein’sche Sammlung und Heimatmuseum”.
Dr. Rüdiger Lenz, Archivar der Stadt Eberbach und Beauftragter des Archivverbunds Neckartal/Odenwald, hielt einen Vortrag über die “Badische Revolution 1848/1849 und Auswirkung bis in die heutige Zeit”.
Quelle: Eberbach-Channel
Datum: 08.09.2019
Redakteur: Hubert Richter
Der restaurierte Wedekindstein erinnert an die Badische Revolution 1848/49 – Bericht in den Neckartal-Nachrichten
Die hessische Neckarstadt spielte eine bedeutende Rolle in der Badischen Revolution. Eines der letzten Kapitel der Ereignisse 1848/49 wurde in Hirschhorn geschrieben. Hanauer Turner und Bundestruppen lieferten sich rund ums Schloss Mitte Juni 1849 ein Gefecht. Unglücksrabe war Ludwig Wedekind: Der fiel „Friendly Fire“ zum Opfer, nachdem er wohl nicht schnell genug das Passwort wusste und von den eigenen Leuten erschossen wurde. Ihm zu Ehren wurde 1869 ein Gedenkstein errichtet, den man jetzt, 150 Jahre später, frisch restauriert einweihte.
Mit diesem „Wedekindstein“, am Aufgang vom Kloster kommend aufgestellt, hat es eine ganz besondere Bewandtnis. Er stellt neben dem Hambacher Schloss das einzige bauliche Denkmal zur Erinnerung an die Badische Revolution dar. Entsprechend prominent besetzt war die Riege der Laudatoren, allen voran der CDU-Bundestagsabgeordnete und Staatssekretär Michael Meister. Begrüßt und ins Thema eingeführt hatte Bürgermeister Oliver Berthold.
Es war an diesem Nachmittag viel von Freiheit und der wehrhaften Demokratie die Rede, „die man sich jeden Tag neu erarbeiten muss“ (Meister). Heutzutage müsse man wieder lernen, dass beides nicht auf ewig gesichert sei, sagte er mit Blick auf aufflammende braune Umtriebe. Der MdB zeigte die Parallelen des 1949 verabschiedeten Grundgesetzes mit der Paulskirchen-Verfassung von 1849 auf. Deutschland sei, betonte er, „aufgrund seiner Verfassung in einer guten Verfassung“.
Für die mit organisierenden Hirschhorner Altstadtfreunde gab’s 500 Euro vom hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, überreicht von Meister an den Vorsitzenden Reiner Lange. Sie hatten gemeinsam mit der Stadt sowie dem Freundeskreis Langbein’sche Sammlung und Heimatmuseum im Gedenken an den im vergangenen Jahr verstorbenen Hirschhorner Stadthistoriker Ulrich Spiegelberg das Projekt zu Ende geführt.
Von den Hanauer Turnern waren Archivar Dietrich Arlt und Präsident Rüdiger Arlt vor Ort. Letzterer ließ die Geschichte des 1837 gegründeten „altrechtlichen Vereins“ (a.V.) humorvoll Revue passieren. Neben Christian Lautenschläger war August Schärttner einer der Gründer. Der, so Arlt, „war kein Sportler, sondern Revoluzzer“. Es wird kolportiert, dass Schärttner sogar seinem Weggefährten Karl Marx zu radikal war.
Als Anfang Juni 1849 der Hilferuf von den badischen Freunden kam, zogen in Hanau 300 Kampfeswillige los. Arlt ging auch auf den Pechvogel Wedekind, einen Goldschmied, ein. Er war der zweite Turner, der damals außerhalb des Schlachtfeldes fiel. Nach der Kapitulation flohen viele Hanauer über die Schweizer Grenze. Wer blieb, kam lange Jahre ins Zuchthaus. Auch Arlt fand mahnende Worte: „Viele von denen, die er heute aufwachsen, wissen es nicht mehr wertzuschätzen, wie gut es uns geht.“ Die damalige Aktion bezeichnete er als Grundstein der Demokratie.
Volker Buser würdigte als Vertreter von Landrat Christian Engelhardt das Wirken Spiegelbergs für die Stadt. Die Wiedereinweihung bezeichnete er als großem Moment für Hirschhorn und den Kreis. Thomas Platte, Direktor des Landesbetriebes Bau und Immobilien, ging kurz auf die laufenden Maßnahmen rund ums und im Schloss ein, die zusammen etwa drei Millionen Euro kosten. Auch in heutigen Zeit, bedauerte er, „wird so mancher von hinten erschossen“. Dieses Mal durch die sozialen Medien: durch solche, von denen es man nicht vermute.
Pfarrer Joshy und sein evangelischer Amtskollege Reinhold Hoffmann sprachen den Segen. Hoffmann hatte ebenfalls mahnende Worte parat. Er wies, auch wenn es vielleicht komisch klinge, auf das Misstrauen als Grundbestandteil der Demokratie hin. Angesichts vieler „Fake News“ der heutigen Zeit forderte er dazu auf, immer zu hinterfragen und nichts als gegeben hinzunehmen. Für die musikalische Umrahmung sorgte Richard Köhler. Archivar Dr. Rüdiger Lenz sprach später zum Thema „Badische Revolution 1848/1849 und Auswirkungen bis in die heutige Zeit“.
Die Badische Revolution rund um Hirschhorn
Längs der Neckar-Odenwald-Linie war eine Verteidigungsstellung gegen die heranrückenden Preußen und Bundestruppen aufgebaut worden. Die Hanauer Turnerwehr, verstärkt durch Heilbronner Turner, war dem Hilferuf der badischen Revolutionäre gefolgt. Das strategisch wichtige Hirschhorn wurde am 13. Juni 1849 besetzt. Der „Traum von der Freiheit“ und einem Deutschen Staat scheiterte später an den deutschen Fürsten.
Am Abend des 15. Juni kam es zum Gefecht zwischen mit den von Beerfelden herangerückten Bundestruppen – kurhessische Infanterie und bayerische Jäger, verstärkt durch zwei mecklenburgische Geschütze, insgesamt etwa 2000 Mann. Nach einem Vorpostengefecht mit Kanonenbeschuss an der Schneidmühle erfolgte der Angriff auf die Burg, in der sich die Hanauer verschanzt hatten.
Hilfe wurde den Turnern zuteil durch Freischärler, die von Heddesbach aus herangerückt waren und die Bundestruppen im Rücken angriffen. Nach erfolglosem Sturm auf die Burg entschloss sich Oberst Weiss als Kommandeur der hessisch-bayerischen Truppen zum Rückzug, da er seine Stellung ungeschützt vorfand und umfangreiche Verbände von Freischärlern in der näheren Umgebung vermutete. Die Hanauer Turner wiederum verließen Hirschhorn am Morgen des 16. Juni und zogen sich ins benachbarte Eberbach zurück.
Das Gefecht von Hirschhorn blieb im Rahmen der Revolutionsereignisse eine Episode. Als Achtungserfolg fand es jedoch große Beachtung. 20 Jahre später bekam Wedekind von seinen ehemaligen Kampfgefährten im Rahmen einer Gedenkfeier einen Grabstein gesetzt. Die Gedenkrede hielt der Hanauer Wilhelm Kämmerer als einer derjenigen, die in Hirschhorn gekämpft hatten. Er war erst 1860 wieder aus der Haft freigekommen.
Quelle: Neckartal-Nachrichten
Datum: 10.09.2019
Redakteur: Thomas Wilken
