historisch, beschaulich, charmant

Allgemein

Trauer um Helmut Schäfer

Mit Helmut verlieren die Freunde der Hirschhorner Altstadt e. V. einen Mann der ersten Stunde! Schon in der Vorbereitungsphase der Altstadtsanierung war er, schon wegen seines Berufes als Malermeister, besonders befähigt, mit anderen Fachleuten zusammen, interessierte Bürger bezüglich Fassadengestaltung und Farbgebung bestens zu beraten. Er hat damit Pionierarbeit geleistet. Die Durchsetzung einer Fußgängerzone-damals noch sehr
umstritten- unterstützte er im Verein nach innen u. außen. Ab 1989 bis 2014 war Helmut als 2. Vorsitzender mit federführend für die weitere Entwicklung des Vereins und für die Ausrichtung der Vereinsarbeit auch nach Abschluss der städtebaulichen Maßnahmen in der Altstadt. Aufgrund seiner Verdienste wurde er nach dem Ausscheiden aus der Vorstand 2014 in den Ehrenbeirat des Vereins gerufen. Bereits 2007 erhielt Helmut die Ehrennadel der Stadt Hirschhorn. Eine reine Auflistung seiner Vereinstätigkeit würde dem Menschen Helmut bei weitem nicht gerecht!
Er war ein sehr guter Zuhörer – was ja selten ist – speziell bei Vereinssitzungen artikulierte seine Meinung aber
deutlich und prägnant u. die war gesucht und hatte Gewicht.

Auch seine Anekdoten und Geschichten aus früheren Zeiten waren für uns immer sehr amüsant und lehrreich.
Auch wenn es manchmal um ernste Dinge ging. Trotzdem die Kräfte langsam nachließen und er an Sitzungen und Veranstaltungen kaum noch teilnehmen konnte, blieb er bis zum Schluss sehr interessiert. Helmut war ein wahrer Freund! Seine menschliche, sachliche Art wird uns unvergessen bleiben und sehr fehlen.

Die Freunde der Hirschhorner Altstadt e.V.

Ausflug 2018 nach Gelnhausen – Bericht

Die Barbarossa-Stadt Gelnhausen, war das diesjährige Ziel der Altstadtfreunde. Bei herrlichem Wetter erreichten wir  am Vormittag die Stadt an der Kinzig, um den Tag mit der traditionellen Stadtführung zu beginnen.

Die Stadtgründung von Gelnhausen erfolgte im Jahr 1170 durch Kaiser Friedrich I. (Barbarossa), was ihr den heute geläufigen Beinamen „Barbarossastadt“ einbrachte. Mit langgestrecktem Unter- und Obermarkt, fünf erhaltenen Tortürmen und Teilen der alten Stadtbefestigung hat sich die frühere Reichsstadt ihr mittelalterliches Gepräge erhalten. Die Kaiserpfalz (auch „Barbarossaburg“ genannt) wurde gleich nach der Stadtgründung südöstlich von Gelnhausen auf einer Kinziginsel – wahrscheinlich auf dem Platz der früheren Burg der Reginbodonen – gebaut. Sie war eine der kleineren Pfalzbauten Barbarossas. Zusätzlich zu ihrer Funktion als Pfalz des deutschen Königs diente sie auch als Verwaltungssitz für das um den Pfalzbau liegende Königsgut. Um ihre Funktion zu unterstreichen, wurde sie in deutlich sichtbarem Abstand zum eigentlichen Stadtgebiet gebaut. Dies führte zu dem Effekt, dass bis zum Jahr 1895 die Gebäudeansammlung um die Burg herum eine eigenständige Gemeinde gebildet hat. Die Pfalz war zehn Jahre nach Stadtgründung Schauplatz eines wichtigen Reichstags. Heinrich dem Löwen wurde auf diesem Reichstag 1180 in Abwesenheit der Prozess gemacht, und seine Länder wurden neu aufgeteilt.

 Im Anschluss an die Führung konnte jeder nach eigenem Ermessen die Stadt weiter erkunden und/oder auch sich in einer der Gaststätten stärken. Hat die Stadt doch einige kleinere Museen zu bieten, die einen Besuch durchaus lohnenswert machten.

Die Rückfahrt führte uns in die Nähe von Aschaffenburg zu einem Weingut in Erlenbach. Dort war bei gemütlichen Beisammensein und einer guten Vesper der Tag zum Ausklingen angedacht. Aber oft kommt es ja anders als man denkt. Da uns die Rückfahrt über das Ernsttal führte, wollten unsere Mitglieder Uli und Matze, doch kurz Hallo bei ihren (Schwieger-) Eltern in Keilbach sagen. Das kurze ‚Hallo‘ sagen, führte dazu das dort Ruck-Zuck für den ganzen Bus Tische und Bänke aufgestellt wurden und es so gemütlich wurde, dass eigentlich keiner nach Hause wollte. Danke an die ganze Familie Schnetz für diesen unverhofften Halt und die Gastfreundschaft!! Er war einfach ‚geil‘!

Aber dennoch mussten wir am Ende einen tollen Tages die Heimreise antreten. Besonderer Dank gilt unserem Organisator Jürgen Münz, der leider aus gesundheitlichen Gründen an der Fahrt nicht teilnehmen konnte, aber im Vorfeld die komplette Planung in bewährter Art und Weise übernommen hatte. Es war wieder ein wunderschönes Ausflugsziel.

Dank auch an Günter Heckmann, für die angenehme und sichere Fahrt.

Alles sind wir jetzt schon gespannt, wo es nächstes Jahr hingeht. Und alle freuen sich jetzt schon wieder darauf.

Lokale Projekte gefördert – Bericht im Stadtanzeiger

Die Förderung von Kunst-Umwelt-Kultur-Instrumenten-Sport- das ist, bzw. war der KUKIS-Projektwettbewerb, über den die Volksbank Neckartal Vereine, Schulen und Kindergärten gefördert hat. Der Leiter der Vertriebsbank Daniel Mohr konnte den symbolischen Scheck an die Vertreter/-innen von zwei Schulen und 16 Vereinen übergeben, herzlichen Glückwunsch. Die Mittel, die seither für den Projektwettbewerb verwendet wurden, fließen zukünftig in den Spendentopf unserer Crowdfunding-Plattform. Weitere Infos unter volksbank-neckartal.viele-schaffen-mehr.de.

Quelle: Stadtanzeiger 

Hirschhorn

Datum: 16.02.2018

 

 

 

Altstadtfreude erhalten großzügige Spende von der Volksbank Neckartal

Im Rahmen des von der Volksbank Neckartal initiierten Projektwettbewerbes KUKIS (KunstUmweltKulturInstrumentSport) beteiligten sich die Freunde der Hirschhorner Altstadt mit der Projektidee ‚Sommer-Atelier‘ im Turm.

Seit einigen Jahren hat sich der Verein zum Ziel gesetzt, den Mitteltor-Turm dauerhaft zu erhalten und auch für gelegentliche Veranstaltungen zu nutzen. So werden wir unter Federführung unseres Vorstandmitgliedes und Kunsterziehers Ludwig Schmeisser, im kommenden Sommer Jung und Alt die Möglichkeit geben, sich unter professioneller Anleitung und in der einzigartigen Atmosphäre des Turmes, das Malen zu erlenen bzw. die bisherigen Kenntnisse zu vertiefen.

Für die Realisierung dieses Projektes benötigen wir einige Staffeleien, die wir nun Dank der Spende der Volksbank Neckartal in Höhe von 1000 Euro anschaffen können.

Vielen Dank noch einmal an die Jury der Volksbank für die Berücksichtigung!

Winterfeier 2017

Auch zum Ende des Jahres 2017 luden die Freunde der Hirschhorner Altstadt ihre Mitglieder zur Winterfeier ein. Turnusgemäß wurde dieses Jahr im Gasthaus ‚Zum Hirsch‘ gefeiert. Bei seinem kurzen Jahresrückblick betonte der Vorsitzende Reiner Lange noch einmal die Bedeutung der Gaststätten als wesentlicher Bestandteil zur Belebung der Stadt. Auch aus diesem Grunde werden die Altstadtfreunde in Zukunft abwechselnd bei ihren gastronomischen Mitgliedern ihren Jahresabschluss begehen. Andrea und Harald Vogel verwöhnten die Gäste mit einem Drei-Gänge-Menü und alle wurden nicht enttäuscht. Wir bedanken uns recht herzlich bei dem ganzen Team für den tollen Abend. Jürgen und Veronika Münz übernahmen die Planung und Brigitte Heckmann unterhielt alle mit einer kleinen Weihnachtsgeschichte. Vielen Dank dafür. So wünschen wir Allen eine schöne Vorweihnachtszeit.
Besuchen Sie uns auch unter www.altstadtverein-hirschhorn.de

Hirschhorn wie es früher einmal war – Bericht in der RNZ

Die Freunde der Hirschhorner Altstadt eröffnen mit ihrem nun sechsten Kalender die Möglichkeit eine Zeitreise zu alten Stadtansichten

Von Felix Hüll

Hirschhorner Ansichten vom Anfang des 20. Jahrhunderts bietet der Kalender 2018 der Altstadtfreunde
Foto: RNZ: Hüll

Hirschhorn. Nach einem Jahr Pause gibt es wieder einen Kalender mit Hirschhorner Ansichten von früher. Am kommenden Samstag, 21. Oktober, verkaufen die Freude der Hirschhorner Altstadt am Freien Platz den Kalender 2018 „Hirschhorn wie es einmal war“. 300 Stück wurden aufgelegt. Ein Exemplar kostet unverändert 13 Euro. Ab nächste Woche ist der Druck dann an den bekannten Verkaufsstellen erhältlich. Eigentlich sind diese Monatsanzeiger fürs Eigenheim richtige Gesprächsöffner: die Bildkalender der Altstadtfreunde zeigen „Hirschhorn wie es einmal war“ in mühsam zusammengetragenen Fotografien. Blickt man das Jahr über diese an der Wand aufgehängten Ansichten an, kommen bei dem einen oder der anderen Erinnerungen hoch an die Zeit, in derer oder sie selbst die Stadt noch so gesehen haben. Jüngere oder Zugezogene können erfahren, wie Straßenzüge oder Landschaftsbilder früher ausgesehen haben – wenn sie sich auf ein Gespräch etwa mit Reiner Lange einlassen. Der Vorsitzende der Altstadtfreunde weiß zu jeder Aufnahme mindestens eine Anekdote oder generell den historischen Hintergrund zu schildern. Aber auch viele Käufer der bisherigen Kalender werden nicht sprachlos bleiben, wenn man sie auf die abgebildeten Motive anspricht, ihre Erlebnisse oder gar auch ihre Ansichten zu den Veränderungen seither. Da ist zum Beispiel ein Blick auf Michel- und Dammberg von Ersheim aus mit der Altstadt, Kloster und einem Teil des Schlosses, aber das prägende
Schleusenwehr fehlt. „Als die Aufnahme 1922 entstand, war es einfach noch nicht gebaut. Früher gab’s ja einen Fährbetrieb nach Ersheim, und wenn jemand gestorben ist und auf dem Friedhof beerdigt wurde, setzte die ganze Trauergemeinde mit dem Sarg über. Nur bei Hochwasser ging das nicht, deswegen gab es ja den Notfriedhof auf Hirschhorner Seite,“ berichtet Lange aus dem Hirschhorner Lebensalltag früher.
So wie diesen Ersheimer Wiesenblick (etwa vom heutigen Parkplatz an der Ersheimer Straße noch vor der Kapelle aufgenommen) zeigt der Altstadtfreunde Kalender 2018 auf insgesamt zwölf Monatsblättern sowie dem Titelblatt Ansichten, die meist aus der ersten Hälfte
des 20. Jahrhunderts stammen. Die Aufnahmen hat Reiner Lange aus dem Nachlass seines Vaters Heinz, lange Jahre auch
Vorsitzender der Altstadtfreunde. Hirschhorn-Fans (nicht nur aus der Stadt selbst) können sich freuen auf Motive wie den Blick auf Neckar, evangelische Kirche, Altstadtansichten etwa von Hauptstraße, Marktplatz, Klostergasse und Schloss, Ersheim, der Kapelle dort sowie auf eine Neckarsteinacher Straße mit Allee und ohne Banken sowie Bürgerhaus.
Reiner Lange freut sich über die seltene Ansicht der „Neckaralm“ , die nicht von vorne im Postkartenmotiv-Ansicht sondern – sehr selten – von Moosbrunn kommend rückwärtig gezeigt wird.

Info: Die Freunde der Hirschhorner Altstadt schlagen ihren KalenderVerkaufsstand am Samstag in einer Ecke des Freien Platzes zwischen 11 und 13 Uhr auf. Ab Montag gibt es Restexemplare an den Verkaufsstellen bei Schreibwaren Münz, beim Ätsche sowie in den örtlichen Filialen der Volksbank Neckartal sowie der Sparkasse Starkenburg.

 

 

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung,

Region Eberbach

Datum: 20.10.2017

Redakteur: Felix Hüll

 

Anbei der Original-Link der RNZ:

https://www.rnz.de/nachrichten/eberbach_artikel,-kalender-mit-historischen-ansichten-hirschhorn-wie-es-frueher-einmal-war-_arid,310801.html

Das alte Hirschhorn wird wieder lebendig: Altstadtfreunde haben für 2018 einen neuen Kalender mit früheren Stadtmotiven zusammengestellt – Bericht in den Neckartal-Nachrichten

Nach einem Jahr Pause gibt es ihn wieder: den Kalender mit Motiven aus der Neckarstadt, veröffentlicht vom Verein der Altstadtfreunde. Seine Fans dürften den Vorverkaufsstart am 21. Oktober sehnsüchtig erwarten. 13 Motive inklusive Deckblatt haben die Verantwortlichen dieses Mal unter dem Titel „Hirschhorn wie es einmal war…“ für 2018 zusammengetragen. Zum sechsten Mal lässt sich so die Stadt in jedem Monat auf besondere Weise erfahren.
Hirschhorner Gaststätten, Geschäfte, Ortsimpressionen, Originale und die Fastnacht bildeten in den vergangenen Jahren die Themen des begehrten Kalenders. „Wir haben etwas längere Zeit für neue Ideen gebraucht“, begründet Altstadtverein-Vorsitzender Reiner Lange die einjährige Pause. Zusätzlich waren die drei Hauptverantwortlichen beruflich stark eingespannt. Als man dann im Frühjahr in die Diskussion einstieg, fiel das zeitlich zusammen mit Langes Sichtung des Nachlasses seines Vaters Heinz.
Dieser war viele Jahre Vorsitzender der Freunde der Hirschhorner Altstadt gewesen – ein Ehrenamt, in dem ihm der Sohn nachfolgte. Der Fundus war sehr umfangreich. So trug man dann Ansichten zusammen, die Hirschhorn vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zeigen. Die unterschiedlichen Blickwinkel auf die Stadt mit ihren Straßen und Gassen lassen erahnen, welche Veränderungen sich ergaben, aber auch welche Konstanz es noch gibt.
Mit der Bildauswahl, so Reiner Lange, „haben wir versucht, möglichst viele Facetten unserer Stadt aus der vergangenen Zeit zu beleuchten“. Nicht immer sah früher alles schöner aus. „Doch nehmen uns die Aufnahmen mit auf eine Zeitreise durch unsere Heimatstadt.“ Die zeitliche Einordnung der Aufnahmen und Postkarten ließ sich entweder durch Stempel, Datierungen oder genaue Inaugenscheinnahme der baulichen Aspekte erreichen.
Die verschiedenen Blickwinkel werden durch Bilder von Vorder- und Hinterstädtchen, Kirche und Schloss, aber auch Ersheim, Kapelle, Marktplatz, Hauptstraße, Klostergasse oder Neckaralm deutlich. Gerade dieses Motiv der ehemaligen Gaststätte aus den 1920er Jahren im September 2018 „fällt aus dem Rahmen“, macht Lange die Seltenheit deutlich. Denn normalerweise gibt’s Bilder nur aus der anderen Richtung. Dieses mit dem Schloss im Hintergrund, von Moosbrunn kommend, ist etwas Besonderes.
Die Neckaralm gibt es schon längst nicht mehr, sie wurde 1969 geschlossen. Zahlreich sind die Erzählungen über die verschiedenen Sperrstunden. Denn die Gaststätte wurde zwar Hirschhorn zugerechnet, lag aber auf badischer Gemarkung. Und die Sperrstunde differierte um eine Stunde von Land zu Land… Auch der Mai 2018 ist eine Seltenheit: Hier ist die Postkarte zum Anlass des Wettsingens aus dem Jahr 1906 abgebildet, ausgerichtet vom Sängerbund Neckartal. Ein wirkliches Unikat.
„Nicht für jede gute Idee gibt es immer Material“, erläutert Lange, dass es zahlreiche Anregungen gab. Die sich aber dann leider mangels Masse nicht verwirklichen ließen. Denn Resonanz aus der Bevölkerung bekommen die Altstadtfreunde immer viel. Mit der rechnet der Vereinsvorsitzende auch nach Veröffentlichung. „Da kommt von unseren Rentnern bestimmt noch der eine oder andere Tipp“, schmunzelt er.
Denn alles konnten die Initiatoren auch nicht zuordnen. So gibt es auf dem Februar-Motiv mit evangelischer Kirche, Kloster und Altstadt (entstanden in den 1950er Jahren) im Vordergrund ein kleines Gebäude, das Lange nicht bestimmen kann. Was er weiß: Die in der Bildmitte sichtbare Rennescheuer existiert nicht mehr. Dafür heute die Umgehungsstraße, wovon zu dieser Zeit noch nichts zu sehen. Hier plätschert der Neckar noch bis praktisch an die Stadt- und Kirchenmauer.
Info: Kalender 2018 „Hirschhorn wie es einmal war…“, herausgegeben vom Verein Freunde der Hirschhorner Altstadt, limitierte Auflage 300 Stück, Preis 13 Euro, Verkaufsstart am Samstag, 21. Oktober von 11 bis 13 Uhr am Freien Platz. Der Kalender ist ab Montag, 23. Oktober, in den Verkaufsstellen Sparkasse und Volksbank, Schreibwaren Münz und Sportlerheim „Bei Ätsche“ erhältlich.

 

Quelle: Neckartal-Nachrichten

Datum: 16.10.2017

Redakteur: Thomas Wilken

Drei Gebäude in Hirschhorn repräsentieren die alte „Macht und Pracht“ – Bericht in den Neckartal-Nachrichten

„Macht und Pracht“ hieß das Motto beim diesjährigen Tag des offenen Denkmals. Und von beidem gibt es in Hirschhorn mit seiner reichen Geschichte genug. Schloss, Mitteltorturm und Langbein-Museum standen im Mittelpunkt der Aktionen, zu denen der Altstadtverein eingeladen hatte. Während es auf dem Schloss eine Führung gab, war das Museum als ehemaliges großherzogliches hessisches Forstamt mit seiner „Alterthümer- und Naturaliensammlung“ von Carl Langbein ebenso geöffnet wie der Turm, in dem Exponate aus der 50-jährigen Schaffensperiode von Ludwig Schmeisser zu sehen waren.
Der Vorsitzende des Altstadtvereins, Rainer Lange, eröffnete im Langbein-Museum den Aktionstag. Für die musikalische Umrahmung sorgte Richard Köhler an der Gitarre. Es ist laut Lange „eine schöne Tradition“, dass sich der Verein jedes Jahr einbringt. Er bezeichnete es ebenso als „Herausforderung“, immer dem zentralen Motto zu entsprechen. Die Idee hinter „Macht und Pracht“ sei die Demonstration nach außen, aber auch der Schutz nach innen gewesen.
Gerade das Hirschhorner Schloss „repräsentiert das Motto sehr treffend“, meinte Lange. Im Mitteltorturm könne man eine schöpferische Reise durch das Wirken von Schmeisser im vergangenen halben Jahrhundert unternehmen – passend zum dessen 70. Geburtstag in diesem Jahr. Im und um das Museum lasse sich die Pracht des früheren Forstamts in Gebäude und Garten erahnen.
Schmeisser sah das Thema des Tages „für Hirschhorn von herausragender Bedeutung“. Er bezeichnete es als außergewöhnlich, dass der Mitteltorturm als Teil der alten Stadtmauer noch erhalten sei. Dies geschah durch den „Funktionswandel“ von einem Wehr- zum späteren Kirchturm. In dieser Form könnten sich Macht und Pracht auch verschieben, betonte er. Alte Gebäude würden so belebt und lebten weiter.
Es sei für ihre Erhaltung ein großes Engagement nötig, bei den auch Bürger und Vereine gefragt seien, so der Künstler. Denn: „Wenn sie abgerissen werden, sind sie weg.“ In Gebäuden mit großer Ausstrahlung „entdeckt man immer wieder neue Dinge“, sagte Schmeisser. Dem gewohnten Blick müsse man eine neue Erfahrung hinzufügen, betonte er.
Die Idee, den mittelalterlichen Turm als imaginäres Atelier zu gestalten, geschah laut Schmeisser „durch eine lange Beschäftigung mit der Geschichte“. Außerdem befasste er sich mit dem Aussehen und der Konstruktion „dieses faszinierenden Gebäudes“. Bilder und Objekte wurden so positioniert, dass sie einen lebendigen Dialog mit dem Raum bildeten. Die ausgestellten Arbeiten stammten aus verschiedenen Schaffensperioden.
Die zweite Vorsitzende der Langbein-Freunde, Aloisia Sauer, hob die enge Zusammenarbeit der beiden Vereine hervor. So sei es auch möglich gewesen, die frühere Pietà aus der Hauptstraße 40 mit Unterstützung der Altstadtfreunde zu erwerben und ins Museum zu holen. Der Erste Stadtrat Karlheinz Happes dankte für das Engagement der beiden Vereine. Die Stadt übernehme jedes Jahr gerne die Schirmherrschaft für die Teilnahme am Tag des offenen Denkmals.

 

Quelle: Neckartal-Nachrichten

Datum: 12.09.2017

Redakteur: Thomas Wilken

 

 

 

 

Hirschhorn ganz groß dabei – Bericht in der RNZ

Zum Tag des offenen Denkmals hatte die Stadt mit ihrer Historie viel beizutragen – und tat es

Hirschhorn. „Macht und Pracht“ lautet 2017 das Motto am bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“. Hirschhorn, die geschichtsträchtige „Perle des Neckartals“, ist reich an Zeugnissen einer bewegten Vergangenheit. Auch in diesem Jahr beteiligten sich die „Freunde der Hirschhorner Altstadt“ wieder am Denkmaltag und pickten sich gleich drei Rosinen aus dem historischen Monumentenkuchen. Mit dem Langbeinmuseum, dem Mitteltorturm und dem Schloss wollten sie auf einem Streifzug durch Hirschhorns Vergangenheit die Besucher mit verschiedenen Ausdrucksformen von Macht und Pracht vertraut machen.

Eröffnung Tag des Denkmals im Langbein-Museum mit (v.l.) Karlheinz Happes, Ludwig Schmeisser, Aloisia Sauer, Reiner Lange und Harald Heiß

 

Die offizielle Eröffnung des Tags des offenen Denkmals fand am Sonntag in den Räumen des Langbein Museums statt. Für den Vorsitzenden der Altstadtfreunde, Reiner Lange, bedeutet die traditionelle Teilnahme immer wieder eine Herausforderung, den Denkmaltag dem Thema entsprechend zu gestalten. Die in diesem Jahr ausgewählten Objekte sind für ihn repräsentativ für Hirschhorn. Die Stadt ist auch in diesem Jahr wieder Schirmherr des Denkmaltages, zur Eröffnung konnte Lange Ersten Stadtrat Karlheinz Happes und den Stadtverordnetenvorsitzenden Harald Heiß begrüßen, die zweite Vorsitzende des Museumsvereins, Aloisia Sauer und Maria Helm von der Sparkassenstiftung Starkenburg. Sauer stellte ein wertvolles Portrait des 24- jährigen Carl Langbein vor, das der Verein mit großzügiger Unterstützung der Sparkassenstiftung erwerben konnte. Mit Gitarrenklängen bereicherte Richard Köhler von der Musikschule Hirschhorn die Eröffnung des Denkmaltages.

Zu Macht gehörte schon immer eine öffentliche Inszenierung durch Schlösser, Burgen, Kirchen, Villen, Rathäuser, Parks. Auch im ehemaligen Großherzoglichen Forstamt, heute Langbein Museum, legen im „Alterthümer Kabinett“ zahlreiche Exponate Zeugnis für „Macht und Pracht“ ab. Besondere Kostbarkeiten sind etwa der Eichentisch von 1724 und Teile der Bibliothek aus dem ehemaligen Karmeliterkloster, der Würzburger Renaissanceschrank von 1616, das Zifferblatt der imposanten Turmuhr, Reste des Hochaltars der Klosterkirche, Waffen aus dem Schloss, ein original Freischärlergewehr vom Gefecht von Hirschhorn am 15. Juni 1849, der Doppeladler der byzantinischen Kaiser, das Portrait der Kurfürstin Elisabeth Auguste oder der Hängeleuchter „Donauweibchen“ mit dem Wappen der Herren von Hirschhorn aus dem Palas des Schlosses.

Sichtbares Zeichen von Macht ist der mittelalterliche Mitteltorturm am Marktplatz. Für den „Tag des offenen Denkmals“ präsentierte der

Ludwig Schmeisser (l.) präsentiert eine Zeitreise in seinem „imaginären Atelier“ im Mitteltorturm. Mit Grafik, Malerei, Skulptur und anderem mehr.

Hirschhorner Maler Ludwig Schmeisser im Innern des Turms in einem „imaginären Atelier“ eine Zeitreise mit Grafik, Malerei, Skulptur, Objekten und Installationen aus verschiedenen künstlerischen Schaffensperioden zwischen 1967 und 2017. Viele öffentliche Bauten erlebten einen Funktionswechsel, erklärte Schmeisser bei der Ausstellungseröffnung. Das Großherzogliche Forsthaus wurde zur überregional bedeutenden Historien- und Naturaliensammlung Carl Langbeins, der mittelalterliche Wehrturm wurde nach der Stadterweiterung als Glockenturm der Marktkirche genutzt. Die Ausstellung ist auf die Wirkung des Raumes als Gesamtkunstwerk ausgerichtet, Bilder und Objekte bilden einen lebendigen Dialog mit dem Raum. Schmeisser sieht sein imaginäres Atelier als kreative Begegnungsstätte von Vergangenheit und Gegenwart.

Auch das Schloss erlebte einen historischen Wandel von einer mittelalterlichen Trutz- und Wehrburg zu einem repräsentativen Prachtbau der Renaissance. Die Macht der Herren von Hirschhorn zeigte sich in der eindrucksvollen Burganlage, mit der sie um 1250 begannen, erklärte Ludwig Heyer den Besuchern bei der Schlossführung am Sonntagnachmittag. Im 14. und 15. Jh. wurde die Burg ausgebaut, der Umbau zum Renaissanceschloss im 16. Jahrhundert ist Maria Hatzfeld zu verdanken, der Frau von Ludwig I. von Hirschhorn. Auch heute noch ist die Anlage ein Zeugnis von Macht und Reichtum des Hirschhorner Rittergeschlechts. Ziel des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen ist, beim Tag des offenen Denkmals „das Bewusstsein für die Vielfalt des gemeinsamen kulturellen Erbes in Europa zu wecken und für seinen Erhalt zu werben“.

 

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung,

Region Eberbach

Datum: 12.09.2017

Redakteur: Christa Huillier

 

Oberzent ist gleich mit drei Angeboten dabei – Bericht in der RNZ

Angebote zum Tag des offenen Denkmals in der Region

Hirschhorn/Oberzent. (fhs) Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September, machen engagierte Ehrenamtliche wieder besondere Bauwerke zugänglich: dabei sind in Hirschhorn neben Schloss, Mitteltorturm und Langbeinmuseum in Rothenberg die evangelisch-lutherische Sankt-Martins Kirche, in Beerfelden das Stadtmuseum, in Hesseneck die ehemalige Wallfahrtskirche St. Marien und (bereits am 8. September) in Sensbachtal sowie Eberbach-Gaimühle die „Schloss-Manufaktur“. Von letzterem abgesehen bietet Eberbach auf der bundeseinheitlichen Aktions-Webseite kein Angebot zum 10. September an.

1997 wurden die Steinbildhauerwerkstätten, die auf dem Heidelberger Schloss ihren Anfang genommen hatten, von dort in den Odenwald verlagert die Peter Walz Natursteine GmbH in Sensbachtal die Steinmetz- und Steinbildhauerwerkstätten in Gaimühle dieses Jahr ,,30 Jahre Werkstätten am Steinbruch“, ,,50 Jahre Denkmalpflege“ und ,,160 Jahre Bau- und Steinmetzbetrieb Peter Walz“ feiern, hat das Unternehmen diesen Anlass ins Umfeld des Tag des Denkmals gestellt. Bereits am Freitag, 8. September, gibt es von 11 bis 14 Uhr einen
Tag der offenen Tür (weitere Infos: www.schloss-manufaktur.de).
Am eigentlichen Tag des Denkmals, Sonntag, 10. September, steht in Rothenberg die evangelisch-lutherische Sankt-Martins-Kirche von 10 bis 18 Uhr offen. Sie wurde 1881 im neugotischen Stil aus Rotherburger Buntsandstein erbaut. Architektonisch bietet sie einen Polygonalchor,
einen im Unterbau quadratischen Turm, der sich im Oberbau oktogonal mit Spitzhelm erweist. Die heutige Gestalt hat die Kirche nach Innensanierungen und Umgestaltungen von 1961 und 1991. Dieses Jahr gibt es eine Schreibwerkstatt zum Lutherjahr: man kann Bibel schreiben und an einem Kirchen-Quiz zum Jahresmotto teilnehmen.
In Beerfelden an der Brunnengasse 22, gibt es von 14 bis 17 Uhr Führungen (je nach Bedarf) im Stadtmuseum, das 1811 als Tuchmacherhaus auf den Grundmauern eines abgebrannten Hauses errichtet worden ist. Das Museum beinhaltet einen Kaufladen der Jahrhundertwende, Schusterwerkstatt, Küche, zeigt die frühere Vorratswirtschaft im Keller, Waldwirtschaft, Rennkloppe (also Gewinnung von Gererloh)e, eine Feldscheune mit landwirtschaftlichen Geräten und Sandsteinexponate auf der Wiese.

In Hesseneck präsentiert sich die sonst nicht zugängliche ehemalige Wallfahrtskirche Sankt Marien (Kirchenbrunnenstraße,
Schöllenbach) zwischen 11 und 17 Uhr. Ihre Besonderheiten sind der erhaltene Chor der ehemaligen Wallfahrtskirche, Ansätze der Gewölbe und weitere spätgotische Details sowie der ursprünglich freigelegte Ausgang mit gotischen Gewänden. Die Kirche ist 1865 neugotisch restauriert worden, was man am Tabernakel, Taufstein und dem Altargemälde verdeutlicht sieht. Weil der landesweite Tag des Denkmals
dieses Jahr unter dem Motto „Macht und Pracht“ steht, laden die Freunde der Hirschhorner Altstadt dazu ein, sich mit den vielfältigen Ausdrucksformen von ,Macht und Pracht‘ in allen relevanten Bereichen von Architektur- und Kunstgeschichte einmal bewusster auseinanderzusetzen. Sie drücken seit jeher den Wunsch ihrer Erbauer, Erschaffer und Auftraggeber aus, Schönheit, Wohlstand,
weltliche und religiöse Machtansprüche abzubilden. Der Verein hat drei Bau- bzw. Kunstdenkmäler für den Tag des Denkmals für eine nähere Betrachtung herausgestellt. Zusammen mit den Freunden der Langbein’schen Sammlung werden die Altstadtfreunde den Tag offiziell um 12 Uhr in den Räumlichkeiten des Langbein-Museums eröffnen, erlauben doch die dort beheimateten Exponate einen Eindruck in die unterschiedlichen Epochen der Hirschhorner Heimatgeschichte. Das Museum ist von 12.30 bis 18 Uhr geöffnet.
Das Schloss als unverwechselbares Wahrzeichen steht geradezu exemplarisch für die „Macht und Pracht der Herren von Hirschhorn. Eine Führung ab 14 Uhr erläutert die Entwicklung dieses Bauwerkes. Der Mitteltorturm als noch heute sichtbares Zeichen einer recht frühen
Macht zum Schutze der Stadt und seiner Bürger zeigt eine Ausstellung „Zeitreise“ mit Werken 1967 bis 2017 des Künstlers Ludwig Schmeisser (ebenfalls von 12.30 bis 18 Uhr). Diese Ausstellung wird aber bereits am Samstag, 9 September, um 19 Uhr eröffnet.

Info: http://tag-des-offenen-denkmals.de/info/

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung,

Region Eberbach

Datum: 05.09.2017

Redakteur: fhs

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