historisch, beschaulich, charmant

Eine andere Sicht auf den Mitteltorturm – Bericht in der RNZ

Ausstellung in einem der ältesten Gebäude der Stadt zeigt historischen Alltag der Hirschhorner

Hirschhorn. (alr) Mit dem Beginn des Wonnemonats Mai gibt es auch eine neue Ausstellung im Mitteltorturm. Der Verein ,,Freunde der Hirschhorner Altstadt“ hat eine Ausstellung zusammengestellt, die einen besonderen Blick auf den Turm und die Stadt wirft. In dem kleinen Raum auf der ersten Etage des Turms sind ungefähr ein Dutzend Besucher zur Eröffnung erschienen, inklusive Bürgermeister Martin Hölz. Mittelpunkt der Ausstellung ist der Alltag sowie die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten des  Mitteltorturms. Er ist nicht nur das älteste Gebäude der Stadt — abgesehen von der Burg und der Ersheimer Kirche — sondern auch eines der wenigen erhaltenen mittelalterlichen Standorte des Odenwaldes“, eröffnet Reiner Lange, Vorsitzender der ,,Freunde der Hirschhorner Altstadt“ seine Rede zur Vernissage. ,,Der Mitteltorturm hatte als Wachturm und später als Kirchturm, was seinen Erhalt sicherte, sowohl eine profane wie religiöse Funktion“, erklärt Ludwig Schmeisser, Beisitzer des Vereins.

Nach der Eröffnung gab es einen Sektempfang im Mitteltorturm

Die Konzeption der Ausstellung orientiere sich an der Wirkung der Räume:
,,Es gibt einen Hell- und Dunkelwechsel von engem Treppenraum und sich
öffnenden Etagenraumen“, sagt Schmeisser. Die Exponate seien in einer
Selbstverständlichkeit in den Raumen platziert, auch in den Ecken und Nischen.
Es solle beim Besucher der Eindruck erweckt werden, als waren die Bilder
und Objekte schon immer dort gestanden, erklärt der Beisitzer. ,,Dahinter
steckt die Absicht den musealen Charakter dieser Ausstellung bewusst zu vermeiden.“
Aufgeteilt sind die Exponate auf zwei Stockwerke. Im unteren Raum finden sich Gegenstande rund um die Küche und den häuslichen Alltag. Auf der mittleren Etage, die

Verschiedene Exponate wie Töpfe und Kochlöffel rund um die Küche und das häusliche Leben gibt es in der unteren Etage.

sehr viel heller ist, werden verschiedene Themen aus dem privaten und häuslichen Leben angesprochen. Mittelpunkt ist auf diesem Stockwerk das soziale Leben, das sich aus Arbeit, Freizeit, vor allem aber Religion zusammensetzt.
,,Dieser Raum ist wie ein buntes Kaleidoskop des Alltags“, beschreibt Schmeisser.
Für die musikalische Umrahmung der Eröffnung sorgte ein Quintett der Katholischen Kirchenmusik Hirschhorn. Gespielt wurden passend zur Lokalität Stücke aus den
Turmmusiken von Johann Christoph Pezel.

Seit 2012 wird der Mitteltorturm immer wieder für Ausstellungen genutzt.
Dies solle auch so weiter geführt werden, sagt Lange. Besonderer Dank gilt den Reinigungskräften, die den Turm in Stand gehalten haben, auch als er der Öffentlichkeit
nicht zuganglich war.

@ Info: Weitere Möglichkeiten die Ausstellung zu sehen gibt es am 10. September, Tag des Denkmals, und am 17.September, Tag des offenen Ateliers, jeweils von 12.30 bis 17 Uhr sowie an der Finissage am 23. September von 14 bis 17 Uhr.

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung

Region Eberbach

Datum: 09.05.2023

Redakteurin: Allissa de Robillard

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