6. Die Sanierung der Hirschhorner Altstadt

Über das Engagement des Vereins für die Altstadtsanierung in deren Vorfeld wurde in Kapitel 2 schon berichtet. Seine positive Einstellung dazu und seine Werbung dafür in der Öffentlichkeit haben ganz bestimmt einen Beitrag dazu geleistet, dass die Voraussetzungen für die Sanierung geschaffen wurden.

Und auch während der sich insgesamt 18 Jahre (!) hinziehenden Ausführung der Sanierungsmaßnahmen hat sich der Verein immer intensiv für die Fortführung und Beschleunigung der Arbeiten eingesetzt. Viele seiner Mitglieder haben die Unbilden und Zumutungen, die die Bürgerinnen und Bürger der Altstadt sowie die Geschäftswelt und insbesondere die Gastronomie in dieser Zeit zu ertragen hatten, selbst hautnah erlebt. Aber sie blieben trotzdem ihrer Überzeugung treu, dass sich dies auf lange Sicht für Hirschhorn und für alle Bewohner der Altstadt lohnen würde und gaben so dem Verein die Legitimation zu seiner positiven Einstellung. Und alle, die die Altstadt heute sehen, werden zugeben: Es hat sich gelohnt!

Im Folgenden seien die wichtigsten Daten der Altstadtsanierung zusammengestellt:

  • April 1987: Offizielle Einrichtung der Baustelle in der Hauptstraße und der Fußgängerzone
  • 1991: Fertigstellung der Unteren Gasse
  • März 1991: Einrichtung der Baustelle Marktplatz. An der Diskussion um die Gestaltung des Marktplatzes und der Renovierung des Marktbrunnens war der Verein von 1989 an intensiv beteiligt. Er hat sich energisch für einen Brunnentrog aus Sandstein eingesetzt. Ludwig Schmeißer war von Anfang an an der Gestaltung der Brunnenkrone beteiligt. Die entsprechenden Beschlüsse der Stadt für den Brunnen fielen am 27. 11. 1991, die Bauausführung begann im Frühjahr 1992.
  • 1996: Beginn der Pflasterung des Hinterstädtchens
  • 2005 – 2006: Fertigstellung des 4. und 5. Bauabschnitts, d.h. der Straßensanierung bis zur Schleusenbrücke.

Schon sehr früh in dieser Sanierungsphase hat man sich im Verein Gedanken darüber gemacht, wie die neue, schmucke Altstadt Touristen präsentiert werden könnte bzw. sollte. Dazu arbeitete dann der Vorstand im Jahr 1992 an der Planung, Ausarbeitung und Dokumentation eines historischen Stadtrundgangs mit, der bis heute als Leitfaden für Stadtführungen dient.

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