In Hirschhorn geht’s mit Karnevalshumor durchs ganze neue Jahr – Bericht in der RNZ

Am Samstag ist Verkaufsstart für den inzwischen fünften Jahreskalender „Hirschhorner Ansichten“ der Altstadtfreunde

Hirschhorn. „Man nennt Hirschhorn ja nicht von ungefähr Klein-Mainz“ sagt Reiner Lange, Vorsitzender des Vereins „Freunde der Hirschhorner Altstadt“. Ihr neuer Kalender 2016 hat die Straßen- und Hallenfastnacht seit den 60er Jahren zum Thema. Was von den 300 Exemplaren des DIN A 4 Jahreskalenders nicht am Samstag vergriffen ist, kann in den nächsten Tagen noch in ausgewählten Verkaufsstellen in der Stadt erworben werden.

Das Umzugsbild mit den kleinen Hirschhorner Fahnenschwingern findet sich zwar nicht im neuen Jahreskalender der Altstadtfreunde, dafür aber 13 ausgewählte Aufnahmen der Fastnacht zwischen 1966 und 2016: Hirschhorn wie es singt und lacht. Fotos: Felix Hüll
Das Umzugsbild mit den kleinen Hirschhorner Fahnenschwingern findet sich zwar nicht im neuen Jahreskalender der Altstadtfreunde, dafür aber 13 ausgewählte Aufnahmen der Fastnacht zwischen 1966 und 2016: Hirschhorn wie es singt und lacht. Fotos: Felix Hüll

„Es gilt ja immer, ein Thema zu finden, das in Hirschhorn Tradition hat und zu dem man auch entsprechendes Bildmaterial bekommt“, erläutert Lange, wie die fünfte Kalenderausgabe zustande kam. Im Februar fand das erste Treffen der Kalender-Arbeitsgruppe statt. Es folgten Anfragen, Gespräche, Sitzungen insbesondere mit den beiden ortsansässigen Trägern des närrischen Treibens, dem Hirschhorner Carnevalverein Lachsbachperle (HCV) und der Carnevalsgesellschaft der Hirschhorner Ritter (CGHR), die bereits eine Vorauswahl der Bildmotive treffen halfen.

„Wir wollten von der Gründung der beiden Karnevalsvereine in den Sechziger Jahren bis heute eigentlich aus jedem Jahrzehnt etwas abbilden, die Hallenfastnacht ebenso berücksichtigen wie die berühmten Umzüge, und wir wollten auch was für die unterschiedlichen Generationen anbieten.“ So gibt es bei den Älteren Erinnerungen und Wiedererkennungseffekte bei Bildern, die Jüngere nur noch als historisch ansehen können, weil sie in den 60er, 70er oder 80er Jahren noch gar nicht geboren waren. Aus zuletzt 150 Aufnahmen waren 13 Motive (12 Kalendermonate und ein Deckblatt) auszuwählen. Wie sich die Arbeitskreismitglieder der Altstadtfreunde entschieden haben, können die Betrachter ab Samstag sehen.

Das Titelbild zeigt das närrische Komitee des HCV 1966 im Saal des damals noch stehendenBild_RNZ2 „Naturalisten“. Im Januar ist das erste offizielle Prinzenpaar, Jürgen Waibel und Christel Roh, im Käfer zu sehen. Den Februar ziert die Kirchenmusik 1969 mit Dirigentem Klaus Erhard, den März die Szene, wie 1972 die Narren die Stadtverordnetenversammlung stürmten. Eine Aufnahme der Seniorenfastnacht zeigt der April, die „Ritterboys“ der Mai, die Frauengruppe mit ihrer Nummer zum 200-Jahr-Bestehen der Vereinigten Staaten 1977 der Juni und die „Frikadellos“ 1982 der Juli. Der August illustriert, wie die Kosten des Bürgerhauses immer wieder Motivwagen im Karnevalsumzug beschäftigten.

Der September erinnert an elf Jahre Dance Academy 2014 und zeigt die Gruppe Singers 2015. Der Oktober ist „Protokoller“ Roland Weber gewidmet, der 33 Jahre als Büttenredner die Hirschhorner Fastnacht prägte. Die Tanz- und Showgruppe „Milleniums“ findet sich auf dem Novemberblatt, „und den Abschluss macht unser erstes internationales Kinderprinzenpaar 2015, Prinzession Yaren I. und Prinz Dimi I.“, schließt Lange den Bogen durch das halbe Jahrhundert Hirschhorner Karnevalsgeschichte.

„Die Texte unter den Bildern sind bewusst kurz gehalten“, erklärt Lange. Der Kalender soll breiten Absatz ermöglichen und nimmt nicht in Anspruch, eine historische Abhandlung zu sein.

Mittlerweile gelten die früheren Kalender unter Hirschhornern bereits als begehrte Sammlerstücke (2012: Alte Wirtshäuser, 2013: Geschäfte Hirschhorns, 2014: „Originale“ der Stadt, 2015: Erica Probst/Rainer Laske – Schlaglichter der 60er und 70er Jahre).

Info: Die Ansichten Hirschhorns 2016 „Hirschhorn wie es singt und lacht“ gibt es am Samstag, 10. Oktober, von 11 bis 13 Uhr zum unveränderten Preis von 13 Euro auf dem Freien Platz vor dem Bürgerhaus sowie später in der Volksbank Neckartal, der Sparkasse Starkenburg, bei Schreibwaren Münz, im Sportheim „Beim Ätsche“ sowie in der Gaststätte „Bermuda“.

 

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung,

Region Eberbach

Datum: 07.10.2015

Redakteur: Felix Hüll

 

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