Was ist das für ein großes Gebäude am Ortseingang von Langenthal – Bericht im Stadtanzeiger

Kindergarten GerneGross und das Projekt Denk!Mal!

Tagtäglich fahren wir am Ortseingang oder auch Ortsausgang von Langenthal (je nachdem von welcher Richtung man kommt) an einem großen Logo1_neuFabrikgebäude mit dem überdimensionalen Schornstein, vorbei. Auch wenn die Fabrik seit einigen Jahren nicht mehr als solche besteht, wollten die kleinen Langenthaler Geschichtsforscher in Erfahrung bringen, was da mal „gemacht“ wurde und was sich heute dahinter „verbirgt“. Achim Mayr erklärte sich sofort bereit uns zu empfangen. So machten wir uns am 17. Juni auf dem Weg dorthin und wurden von Achim Mayr und Frau Mayr, seiner Mutter, herzlich in Empfang genommen. Als wir die große Eingangshalle sichteten, begannen die Kinderaugen zu leuchten, denn zwei große, reich DSCI0226gedeckte Schlemmertische warteten auf uns. Und dabei erzählte uns Herr Mayr die Geschichte seiner Familie: ES WAR EINMAL, … (so fangen alle Geschichten an und so begann auch Achim Mayr ) … sein Großvater Carl Mayr, der in Dresden eine Papierfabrik besaß. Sein Vater, Hans Mayr, der aufgrund seiner Farbenblindheit die Fabrik nicht übernehmen konnte und doch auch in dieser Richtung tätig sein wollte, übernahm dann die Mühle in Langenthal, die sein Vater in dem Jahr erwarb, als er geboren wurde. Diese Mühle stand auf dem jetzigen Fabrikgelände und stellte dort ab dem Jahre 1905 Pappe her – Buchbinderpappe und später auch Filterpappe. Nach dem zweiten Weltkrieg musste wieder ganz von vorne angefangen werden. Nun wurde auf die Autoindustrie umgestellt, indem man Armaturen, Ablagen und Türinletts für Autos produzierte. Dazu wurden viele Leute gebraucht – so kamen auch Gastarbeiter aus Spanien nach Langenthal. Noch bis vor einigen Jahren wurde in diesem Fabrikgelände produziert und viele Menschen aus Langenthal und Umgebung hatten dort Arbeit und DSCI0219verdienten ihren Lebensunterhalt. Herr Mayr hatte sich schon im Vorfeld ganz viel Mühe gemacht und anhand von Bildern und Anschauungsmaterial für die Kinder alles gut sichtbar dargestellt. Heute wird die Firma ganz anders genutzt, denn in den Räumlichkeiten sind andere Firmen untergebracht, die dort Lagerräume, Büro und Verkaufsräume haben und auch an Privatleute werden Stellplätze vermietet. Sage und schreibe 100 Mieter sind zurzeit dort untergebracht. So hatten wir auch die Gelegenheit einige Firmen bei einem Rundgang mit Herrn Mayr zu besuchen, wie z.B. den Lagerraum einer Autowerkstatt, einen Verkaufsraum von Motorradzubehör, sowie eine Firma die Schaltschränke produziert und zuletzt sogar ein Atelier eines Künstlers. Bei Allen wurden wir herzlich und freundlich aufgenommen. Danke! Natürlich musste dann auch noch der „alles überragende Schornstein“ der Firma von nahem inspiziert werden. Riesig groß (40 m) tat er sich vor uns auf und als wir nach oben blickten, hatten wir das Gefühl, er würde sich bewegen. Frohgelaunt stellten wir uns noch zu einem Erinnerungsfoto zusammen, im Hintergrund ein großes, herrliches Bild von früheren Zeiten mit all den Menschen, die dort arbeiteten.

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Quelle: Stadtanzeiger der Stadt Hirschhorn

Datum: 04.07.2014

Redakteur: Kiga GerneGross

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