Projekt „Denk!Mal!“ – Bericht in der RNZ

 Bis zum Juli entstehen jetzt Werke im „Denk!Mal! – Projekt

Hirschhorn. „Denk! Mal!“ heißt das Jahresprojekt der „Freunde der Hirschhorner Altstadt“. Angeregt wurden Vorsitzender Reiner Lange und seine Vorstandkollegen durch das Programm des hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst „Hier bin ich daheim, erzähl mir was! Jugend und kulturelles Erbe in Hessen“. Die Altstadtfreunde wollen mit „Denk! Mal!“ Kindern und Jugendlichen altersgerecht Denkmäler und historische Objekte ihrer Heimatstadt näher bringen. Schirmherr des Projekts ist die Stadt Hirschhorn, Teilnehmer sind die Neckartalschule, die Kindertagesstätte Hirschhorn und der Langenthaler Kindergarten, die bereits Konzepte für die Pädagogische Vermittlung erarbeitet haben. Darstellungsformen können Collagen oder das Gestalten von Objekten sein. Zusätzlich sind zahlreiche Aktionen und Führungen geplant, etwa eine Stadtführung speziell für Kinder oder eine gesonderte Veranstaltung im Rahmen des Tags des Denkmals.

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Höhepunkt wird am Sonntag, 20. Juli, ein Kinderfest sein, mit einer Ausstellung der künstlerischen sowie weiterer Ergebnisse der Aktion im Bürgerhaus. Die Geschichte ihrer Heimatstadt mit allen Sinnen erfahren werden die Mädchen und Jungen aus den Kindergärten unter anderem bei Entdeckungstouren, Museumsbesuchen, Spielen und bildnerischem Gestalten. Das dient dem Kennenlernen und Erarbeiten im Rahmen von Wissensvermittlung und ganzheitlichem Lernen und Erfahren. So sollen etwa farbig gestaltete Schuhschachteln zu einer Stadtmauer zusammengesetzt werden. In der Neckartalschule wurde im Rahmen des Projekts die Arbeitsgemeinschaft „Junge Historiker – Denkmal- und Altertumsforscher unterwegs“ für die dritten und vierten Klassen gegründet. AG-Leiter ist der ehemalige Kunsterzieher Ludwig Schmeisser, der als Vorstandsmitglied der „Freunde der Hirschhorner Altstadt“ Organisator von Ausstellungen und Koordinator für die Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen ist. Fach- und altersgerecht will er mit den jungen Forschern die zahlreichen Denkmäler, historischen Objekte und die Geschichte und Geschichten Hirschhorns theoretisch und praktisch in differenzierter Form erarbeiten. Die Arbeitsgemeinschaft findet bis zum Beginn der Sommerferien einmal wöchentlich in einer Doppelstunde statt. Als Einstieg in das historische Thema wählte Schmeisser eine „Schatzkiste“ mit alten Werkzeugen, Unterrichtsmaterial, Prospekten und Postkarten. In verschiedenen Techniken gestalteten die Kinder die Hirschhorner Stadtmauer. Sie besuchten die alte Wehranlage mit ihren beeindruckenden Hochwassermarken. Begleiter und Wissensvermittler war Florian Heckl, Praktikant an der Neckartalschule im Rahmen der „verlässlichen Schule“. Auch für weitere Aktionen und Führungen holen sich AG-Leiter und Altstadtfreunde „Experten“ mit ins Boot: Dr. Ulrich Spiegelberg (Ersheimer Kapelle, Museum, Kloster), JürgenWaibel (Schloss- und Stadtführung) und Ferdinand Zipp (Schneidmühle). Im Hochwasserkeller seines 1546 erbauten Hauses in der Schmalen Gasse ist Ludwig Schmeisser selbst der Experte. Hier werden die Kinder die alten Keltern und Sickerlöcher bestaunen. Ein Höhepunkt wird für die Altertumsforscher sicher eine echte Grabaktion sein, bei der sie, in Zusammenarbeit mit dem Museumsverein, so manche Schätze ausbuddeln werden.

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung,

Region Eberbach

Datum: 18.03.2014

Redakteur: Christa Huillier

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