Wir wollen die Erinnerung wach halten – Artikel in der RNZ

Hirschhorn. Animiert durch den großen Erfolg des 2012-Kalenders „Hirschhorner Gaststätten in vergangener Zeit“, entschloss sich der Verein „Freunde der Hirschhorner Altstadt“ zu einem Kalender 2013. In der zweiten Auflage der Stadtansichten geht es um „Hirschhorner Geschäfte der letzten 100 Jahre“. 300 Kalender warten heute, Samstag 18.August, ab 10 Uhr auf dem Freien Platz auf Käufer. Der Vorsitzende des Vereins ,Reiner Lange, stellte den brandneuen Kalender vorab der RNZ vor. Auch dieser Kalender ist wieder ein ganz besonderes Dokument der Geschichte Hirschhorns, weckt bei den Älteren nostalgische Erinnerungen an längst vergangene Zeiten und motiviert die Jüngeren, sich mit der Vergangenheit ihrer Heimatstadt zu beschäftigen. Der Arbeitskreis „Kalender“ der „Freunde der Hirschhorner Altstadt“ hatte alle Hände voll zu tun, damit der Verkauf am 18. August an den Start gehen kann, auch ohne die „Wertschaftskerwe“, die in diesem Jahr leider nicht mehr stattfindet. Im Gegensatz zum Bildmaterial der Gaststätten, war die Anzahl der Fotos mit entsprechender Bildqualität für den Kalender2013 geringer, klassische Werbeaufnahmen fehlten. Daher war natürlich der Zeitaufwand für die Bildaufbereitunebedeutend größer. Das Titelbild ziert die Schlosserei und Eisenhandlung Berthold. Weitere Ansichten sind etwa Schumacher Weinkötz, Bäckerei Grimm, Blumen Eschelbach, die Hubertus-Drogerie, Tabakwaren Adolf Zipp, Kaufhaus Eugen Zipp, Spengler Blumenschein, Riedel-Haushaltswaren , Kolonialwaren Lohnes und die „Traube“ sowie die Geldinstitute. Der Verein „Freunde der Hirschhorner Altstadt“ wurde 1982 gegründet und zählt heute 75 Mitglieder. Seine ehrenamtliche Arbeit beschränkt sich nicht auf die Herausgabe eines Kalenders. Unter dem Vereinsvorsitz von  Heinz Lange war das Ziel, „Wesen undStruktur der Hirschhorner Altstadt zu erhalten, zu gestalten und zu beleben“. Nicht unumstritten waren in den 80er Jahren die Pläne, eine Fußgängerzone zu schaffen und die Altstadt zu sanieren. Die ehrgeizigen Pläne konnten in 18 Jahren verwirklicht werden. Neben Sanierungsberatung arbeitete der Verein mit bei der Gestaltung des Marktbrunnens, der Beleuchtung der Klosterkirche, der Instandsetzung der Hochwassermarkenund der Handwerks- und Zunftzeichen. Ein Kind der „Freunde der Hirschhorner Altstadt“ ist die Reihe „Unwiederbringliches Hirschhorn in Bronze“ mit den Bronzetafeln am Obertor, am Fischertor, am Freien Platz und an der Steinernen Brücke (wir berichteten). Eine weitere Bronzetafel ist in Arbeit, das Relief zeigt die Fähre von Hirschhorn nach Ersheim 1910. Die Tafel wird voraussichtlich im Herbst am Eingang der Unteren Gasse seitlich des ehemaligen Amtsgerichts angebracht. Die Tafeln sind Anlaufpunkte bei Stadtführungen.

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung,

Region Eberbach Datum: 18.08.2012

Redakteur: Christa Huillier

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